Stratus


Recht dichte, gleichförmige und oft bis auf den Boden reichende Wolkenschicht, wobei diese im Falle der Bodenberührung als Nebel deklariert wird.
Das Verhältnis von Bodentemperatur und der Luftschichtung wenige Meter darüber ist ausschlaggebend für die Entstehungsbedingungen der in 0 bis 2000 Metern vorkommenden Wolkengattung. Am auffälligsten wird dieses Zusammenspiel im Frühherbst, wenn der vom Tage noch relativ stark erwärmte Erdboden diese Wärme in die schon merklich kühlere Nachtluft abstrahlt, was bewirkt, daß die bodennahe Warmluft unter Abkühlung aufsteigt, wobei die in ihr enthaltene Feuchtigkeit zu feinsten Tröpfchen, die die Sicht zum Teil erheblich herabsetzen, kondensiert. Somit ist ein Strahlungsnebel entstanden, der in Extremfällen gerade bis in eine Höhe von zwei Metern reicht.
Allerdings sollte man die Form des Stratus, dessen Untergrenze in einiger Höhe liegt angesichts der zahlreichen Nebelvarianten nicht vernachlässigen, da dieser im Winter des öfteren bei Hochdruckwetter den Blick auf den ansonsten freien Himmel, völlig verhindert und im Sommer als ein mit großer Feuchtigkeit einhergehendes Signal für eine erhöhte Gewittergefahr zu deuten ist, wenn er nicht in Fetzen auftretend eine Warmfront begleitet.

Auf dieser Aufnahme vom 03. Januar 1996 (südöstl. v. Öhringen) ist die typische Winterform des Stratus zu erkennen, deren Erscheinung eine nur wenige hundert Meter über dem Erdboden vorhandene Inversion, also eine Umkehrung der Temperaturentwicklung mit der Höhe, anzeigt.

 


 
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