Cumulus




Haufenförmige, mehr oder weniger mächtig ausgeprägte Quellwolke, deren oft flache, wie mit einem Lineal gezogen zu sein scheinende Untergrenze in einem Höhenbereich von wenigen hundert bis knapp über 2000 Metern, die Basis für ein Wolkengebirge mit einer vertikalen Erstreckung von bis zu 8000 Metern an entsprechend feuchtheißen Sommertagen darstellt, wobei das imposante Ergebnis als Cumulonimbus bezeichnet wird.
Die Tendenz einer Cumulus-Wolke, nach oben hin aufzuquellen gilt neben Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmeßwerten als sichtbarer Indikator für eine sehr labile Luftschichtung, bei der die Temperatur mit zunehmender Höhe stark fällt, was die feuchtwarme, von der Sonne angeheizte Bodenluft förmlich zum Aufsteigen zwingt, da sie leichter als die kältere Umgebungsluft in der Höhe ist.
Neigt ein Cumulus-Komplex allerdings dazu, in einem Stadium, in dem er noch nicht viel mehr als einen 'Wattebausch' am ansonsten stahlblauen Himmel verkörpert, zu zerfallen und sich nach kurzer Zeit wieder aufzulösen, so liegt eine stabile Hochdruckwetterlage vor, die selbst bei einem längerfristigen Auftreten von leicht bis mittelmäßig ausgeprägten Haufenwolken, die in einem Spiel mit Sonne und Wind die Fantasie anregen und die bizarrsten Formen aufweisen, nicht beeinträchtigt wird.
Gehen die Quellwolken, ohne sich zu entladen, in eine schichtartige Gestalt über (das heißt in Alto- beziehungsweise Stratocumulus), wie es an Frühlings- und Herbsttagen in den frühen Abendstunden oft zu beobachten ist, so ist für die folgenden 12 bis 18 Stunden keine Wetterstörung zu erwarten, sofern keine anderen Wolkenformen, die anderes erwarten lassen, zu sehen sind.

Auf dieser Aufnahme vom Oktober 1996 (Öhringen-Süd, Blickrichtung N), zeigt sich dem Betrachter gleich eine ganze Reihe von Cumuli in verschiedenen Entwicklungsstadien vom Cumulus mediocris bis zum Cu congestus an der Schwelle zum Cumulonimbus calvus.

 


 
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