Cumulonimbus




Mächtig aufgetürmte, fast immer mit elektrischen Entladungen und oft heftigen Niederschlägen in den unterschiedlichsten Formen, bis hin zum schweren Hagelschlag, einhergehende Wolkengattung.
Diese in ihrer äußerlichen Form meist respekteinflößende Himmelserscheinung kann an einem Sommertag mit entsprechender Luftschichtung innerhalb einer Stunde aus einer unscheinbar ausgeprägten Cumulus-Wolke hervorgehen, wobei sich in ihrem Inneren Aufwinde mit bis zu 60 Metern pro Sekunde entwickeln können, was dieses bemerkenswert schnelle Wachstum des Cumulonimbus erklärt.
Am Ende ihrer Entstehungsphase gerät die Schauerwolke an die Obergrenze der wolkenrelevanten Atmosphäre, die sich in unseren Breiten in einer Höhe von zirka 11000 Metern befindet, was zur Folge hat, daß sie sich aufgrund dieser mit einem drastischen Temperaturanstieg einhergehenden Luftschichtengrenze nun horizontal ausbreitet und so eine Schirm- oder Amboßform ausbildet, die gleichzeitig mit dem Verwaschen der Wolkenkonturen das Reifestadium der Gewitterwolke anzeigt, wobei meist schon ein dumpfes Donnerrollen die kurz bevorstehende Entfesselung der Naturgewalten verheißungsvoll ankündigt.
Solange es sich bei einem Gewitter um ein lokal begrenztes, aus nur wenigen Cumulonimben bestehendes Ereignis handelt, ist meist mit keiner ernsthaften Verschlechterung des sonnig-warmen Wetters zu rechnen, wogegen man bei einem, sich über mehrere hundert Kilometer erstreckenden Kaltfrontgewitter, keine großen Hoffnungen auf dessen Fortbestand machen braucht.

Ein vorsommerlicher Cumulonimbus calvus, der sich gerade im nordöstlichen Hohenlohe an der Grenze zum Main Tauber Kreis entlädt und somit den höchsten Punkt seiner Entfaltung fast erreicht hat, ist in seiner ganzen optischen Imposanz auf dieser Aufnahme vom Mai 1996 (Golberg westl. Öhringen) zu erkennen.

 


 
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