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Cirrus

Scharf begrenzte, faserige, aus Eiskristallen bestehende Wolke, die in einer Höhe von 6000 - 11000 Metern vorkommt. Oftmals stellen diese zarten Feder- und Fetzenwolken die Reste von einigen Stunden zuvor zerfallenen Schauerwolken dar, so daß sie in keiner besonderen Formation vereinzelt über den Himmel verteilt sind, und sich einige Stunden später ganz auflösen, wenn sie nicht von den in diesen Höhen üblichen Starkwinden (Jetstreams mit bis zu 500 km/h) unter permanenter Deformation schnell vom Beobachtungsort fortgetragen werden.
Wenn die Cirren aber (meist aus westlichen Richtungen) in einem fast schon zusammenhängenden Verband den Himmel Stück für Stück überziehen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit innerhalb der folgenden 18 bis 36 Stunden mit dem Durchgang einer Warmfront zu rechnen, die mit stundenlang monoton niederprasselndem Landregen einhergeht. Ein weiterer Entstehungsfaktor für Cirren ist der Flugverkehr, dessen Emissionen bewirken, daß sich die in diesen Luftschichten vorkommende Feuchtigkeit unter Kondensation an die ausgestoßenen Partikel anlagert, so daß die heute nicht mehr von einem ansonsten klaren Sommerhimmel wegzudenkenden Kondensstreifenentstehen.
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