Cirrocumulus


Feine, in Bällchenform oder Flockenform auftretende Wolkener scheinung, wobei die Einzelsegmente im Verbund der Mosaikartigen Wolkenbank einer Zeilen- bzw. Wellenstruktur unterliegen können, mehr oder weniger beieinander liegen, oder der ganze Wolkenkomplex in unterschiedlichen Höhenniveaus gleichzeitig auftreten kann.
In unseren Breiten ist der Cirrocumulus die am seltensten zu beobachtende Wolkengattung, da eine ganze Reihe atmosphärischer Voraussetzungen erfüllt sein müssen, dass diese filigranen Gebilde in einer Höhe von 6000 bis 11000 Metern entstehen können.
Zu diesen Voraussetzungen gehört, dass die Luftmassen bis in diese immense Höhe zumindest teilweise labil geschichtet sein müssen (was eine starke Temperaturabnahme mit zunehmender Höhe be deutet, da aufsteigende, wärmere Luft sich somit schneller ab kühlt und die in ihr bisher enthaltene Feuchtigkeit unter Wolken bildung kondensiert) und kein allzu starker Wind herrschen darf.
An heißen Sommertagen ist ein flockenartiger Cirrocumulus ein zuverlässiger Vorbote für nachmittägliche oder Abendliche Wär megewitter, da er oftmals schon am Vormittag zu sehen ist, wenn ansonsten noch keine Anzeichen auf eine baldige, wenn auch oft mals kurzfristige Störung, hinweisen. Ansonsten ist im allgemeinen mit einer sich innerhalb der folgenden 18 bis 36 Stunden einstel lenden Wetterverschlechterung zu rechnen.
Auf dieser Aufnahme vom 13.01.1996 (Öhr. Kaufm. Schule, Blick richtung O, fast senkrecht) ist die äußerst selten vorkommende, löchrige Unterart des Cirrocumulus zu erkennen, der allerdings teilweise von einer tiefer liegenden Altocumulus-Bank in Zeilen struktur überlagert ist.

 


 
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