Altostratos


Diffuse, mehr oder weniger von der Sonne durchschienene Wolkenschicht von strukturloser Gestalt, die in einem, sowie in mehreren Höhenniveaus auftreten kann. Diese, in einem weiträumig zusammenhängenden, meist aus Cirrostratus hervorgegangenen, Komplex, den Himmel überziehende Wolkengattung, schiebt sich wie ein milchglasartiger Schleier vor die Sonne und eilt dem allmählich einsetzenden, oft einen ganzen Tag anhaltenden Warmfrontregen nur wenige Stunden voraus.
Sobald der in 3000 bis 7000 Meter Höhe vorkommende Altostratus so an Dichte und vertikaler Mächtigkeit gewinnt, daß er die Sonne völlig verschwinden läßt, ist ein Stadium erreicht, das die Grenze zum Nimbostratus darstellt, die mit den ersten, oft noch als Nieselregen fallenden Regentropfen überschritten wird. Kommt Altostratus einmal nicht in der üblichen, ausgedehnten Form, sondern in lokal auftretenden cirrusähnlichen, unscharf begrenzten Fetzen vor, so stellt diese Variante meist den noch in der Höhe verdunstenden Niederschlag dar, der vom starken Höhenwind recht schnell in diese Form gebracht wird.
Die klassische Form dieser Wolkengattung läßt sich unschwer in all ihren Charakteristika auf diesem Stimmungsbild aus der karlsruher Vorstadt vom 4. Februar 1997 erkennen, wobei sich dem Betrachter hiermit das für den Beginn des meist permanenten Landregens signifikante Entwicklungsstadium offenbart.

 


 
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